Manager Mediaplanung OOH/DOOH (m/w/d)
PosterSelect Media-Agentur GmbH Baden-Baden
Meine Befristung war unwirksam. Was mache ich jetzt – und bis wann?
Drei Wochen nach dem vereinbarten Ende. Danach gilt auch die unwirksame Befristung als wirksam.
Ist die Befristung rechtsunwirksam, so gilt der befristete Arbeitsvertrag als auf unbestimmte Zeit geschlossen; er kann vom Arbeitgeber frühestens zum vereinbarten Ende ordentlich gekündigt werden, sofern nicht nach § 15 Absatz 4 die ordentliche Kündigung zu einem früheren Zeitpunkt möglich ist. Ist die Befristung nur wegen des Mangels der Schriftform unwirksam, kann der Arbeitsvertrag auch vor dem vereinbarten Ende ordentlich gekündigt werden.
Teilzeit- und Befristungsgesetz, Vollständig. Wortlaut abgerufen am 17.09.2026 bei gesetze-im-internet.de.
Will der Arbeitnehmer geltend machen, dass die Befristung eines Arbeitsvertrages rechtsunwirksam ist, so muss er innerhalb von drei Wochen nach dem vereinbarten Ende des befristeten Arbeitsvertrages Klage beim Arbeitsgericht auf Feststellung erheben, dass das Arbeitsverhältnis auf Grund der Befristung nicht beendet ist. Die §§ 5 bis 7 des Kündigungsschutzgesetzes gelten entsprechend. Wird das Arbeitsverhältnis nach dem vereinbarten Ende fortgesetzt, so beginnt die Frist nach Satz 1 mit dem Zugang der schriftlichen Erklärung des Arbeitgebers, dass das Arbeitsverhältnis auf Grund der Befristung beendet sei.
Teilzeit- und Befristungsgesetz, Vollständig. Wortlaut abgerufen am 17.09.2026 bei gesetze-im-internet.de.
(5) Ist das Arbeitsverhältnis für die Lebenszeit einer Person oder für längere Zeit als fünf Jahre eingegangen, so kann es von dem Arbeitnehmer nach Ablauf von fünf Jahren gekündigt werden. Die Kündigungsfrist beträgt sechs Monate.
(6) Wird das Arbeitsverhältnis nach Ablauf der Zeit, für die es eingegangen ist, oder nach Zweckerreichung mit Wissen des Arbeitgebers fortgesetzt, so gilt es als auf unbestimmte Zeit verlängert, wenn der Arbeitgeber nicht unverzüglich widerspricht oder dem Arbeitnehmer die Zweckerreichung nicht unverzüglich mitteilt.
Teilzeit- und Befristungsgesetz, Absätze 5 und 6. Wortlaut abgerufen am 17.09.2026 bei gesetze-im-internet.de.
Entfristung heißt im Rechtssinn nicht, dass jemand freiwillig aus einem befristeten einen unbefristeten Vertrag macht. Es heißt, dass die Befristung unwirksam war und der Vertrag deshalb nach § 16 TzBfG von Anfang an als auf unbestimmte Zeit geschlossen gilt.
Das passiert nicht von selbst. Wer sich darauf berufen will, muss nach § 17 S. 1 TzBfG innerhalb von drei Wochen nach dem vereinbarten Ende des befristeten Vertrags beim Arbeitsgericht Klage auf Feststellung erheben. Diese Klage heißt im Alltag Entfristungsklage.
Die Frist ist eine Ausschlussfrist. § 17 S. 2 TzBfG verweist auf die §§ 5 bis 7 des Kündigungsschutzgesetzes – und § 7 KSchG bedeutet: Wird nicht rechtzeitig geklagt, gilt die Befristung als von Anfang an rechtswirksam. Der stärkste Einwand nützt dann nichts mehr.
Wird nach dem vereinbarten Ende weitergearbeitet, beginnt die Frist erst mit dem Zugang der schriftlichen Erklärung des Arbeitgebers, das Arbeitsverhältnis sei durch die Befristung beendet (§ 17 S. 3 TzBfG).
Der praktisch einfachste Weg zur Entfristung geht ganz ohne Gericht: § 15 Abs. 6 TzBfG. Wird nach Ablauf mit Wissen des Arbeitgebers weitergearbeitet und widerspricht er nicht unverzüglich, gilt das Arbeitsverhältnis als auf unbestimmte Zeit verlängert.
Auch nach einer erfolgreichen Entfristungsklage ist das Arbeitsverhältnis nicht unkündbar. § 16 S. 1 TzBfG lässt die ordentliche Kündigung frühestens zum vereinbarten Ende zu – und bei einem reinen Schriftformmangel nach Satz 2 sogar früher.
Die drei Wochen laufen ab dem vereinbarten Ende des Vertrags, nicht ab dem letzten Arbeitstag und nicht ab dem Tag, an dem jemand merkt, dass die Befristung fehlerhaft war.
Gespräche mit der Personalabteilung hemmen die Frist des § 17 TzBfG nicht. Wer drei Wochen lang auf eine Zusage wartet, hat den Anspruch verloren, bevor die Zusage kommt.
Bei einer Kette von Verträgen wird nur die letzte Befristung geprüft. Wer die vorletzte angreifen will, muss das damals getan haben – die Drei-Wochen-Frist lief auch für sie.
127 von 3.317 offenen Anzeigen. Gezählt sind Anzeigen, die „Übernahme“, „Entfristung“ oder „unbefristete“ im Titel oder im Anzeigentext tragen. Das ist eine Absichtserklärung der Ausschreibung und kein Anspruch – rechtlich folgt daraus nichts.
PosterSelect Media-Agentur GmbH Baden-Baden
Friedrich von Bodelschwingh-Klinik gGmbH Berlin
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Outlaw gemeinnützige Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe mbH Greven
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Octapharma Produktionsgesellschaft Deutschland mbH Springe
KVP Pharma + Veterinär Produkte GmbH Kiel
Mein Vertrag ist befristet, aber im Vertrag steht kein Grund. Geht das?
§ 14 Abs. 1 TzBfGIm Vertrag steht ein Grund für die Befristung. Trägt der?
§ 14 Abs. 4 TzBfGWir haben die Verlängerung per E-Mail vereinbart. Reicht das?
§ 14 Abs. 2 S. 1 TzBfGMein Vertrag wird verlängert. Wie oft darf das sein?
§ 14 Abs. 1 TzBfGIch bin seit acht Jahren immer wieder befristet. Ist das noch zulässig?
§ 15 Abs. 4 TzBfGKann ich aus einem befristeten Vertrag vorher raus?
§ 15 Abs. 3 TzBfGSechs Monate Probezeit bei einem Jahresvertrag – darf das sein?
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